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Peter Behrens School
of Architecture
 
 

Dept. of Duesseldorf University
of Applied Sciences
 
 
 

Stationen eines Wiederaufbaus

1566 veranlasst der türkische Sultan Suleiman I. zu Mostar im heutigen Bosnien-Herzegowina einen Brückenschlag über die Neretva. 1993 wird diese Brücke, obwohl ohne strategischen Wert, als Symbol einer bekämpften Verständigung beschossen und gebrochen.

Die UNESCO anerkennt schon vor den letzten Balkankriegen die «Stari Most» als Weltkulturerbe. Angesichts der zeichenhaften Bedeutung der Brücke willigt sie erst-mals in ihrer Geschichte in einen Wiederaufbau des zerstörten Bauwerks samt Brüc-kenköpfen ein. Als Bedingung wird eine archäologische Untersuchung und eine akri-bische Aufschlüsselung der damaligen Konstruktionsmethode gesetzt. Die zweite Voraussetzung stellt hohe Anforderungen, da anhand der geborgenen Bauteile bald klar wird, dass bei diesem Brückenbauwerk noch unbekannte Fertigungsmethoden zur Anwendung kamen.

Die Bauleitung von Wiederaufbau der Brücke und Instandstellung der bewehrten Brückenköpfe wird einer einheimischen blutjungen Ingenieurin übertragen, die eben ihr Studium in Prag abgeschlossen hat. Maja Popovac begleitet die Voruntersuchun-gen ab 1995 wie die Rekonstruktion von 2002-2004. Sie lehrt heute an der kleinen Hochschule von Mostar Architektur und Städtebau mit spezieller Ausrichtung auf Konstruktion und Bauen im Bestand.

Maja Popovac berichtet in ihrem Vortrag über den Ablauf der Arbeiten und die in den Voruntersuchungen gewonnenen Erkenntnisse. Sie ist eine fesselnde, präzise Er-zählerin, die auch fachfremde Zuhörer in Bann zu schlagen vermag. Der Vortrag wird auf englisch gehalten und mit Bildern veranschaulicht.

FH Düsseldorf
07.11.2010 - 10:43

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